„Fragen Sie mich nicht, wie er wieder lebendig herunterkommen soll.“

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Wen sollte man das nicht fragen? Wernher von Braun im Dezember 1957: weil auch er nicht wußte, wie man aus einer kosmischen Geschwindigkeit unversehrt zur Erde zurückkommt. Spätestens also schon 1957 stand öffentlich die Frage im Raum: Wie kommen wir wieder runter? Wernher von Braun sagte damit: Ich weiß es auch nicht! Jedenfalls kein Re-entry aus 40000 km/h! Das wären 11000 m/sec.

Entscheidende Erkenntnisse 50 Jahre lang nicht erörtert

Wir hatten bereits den SPIEGEL-Artikel von 1961: „Tödliche Sonne – Strahlengefahr“ vorgestellt und ausgewertet in der Untersuchung
„Mit 1,8 Millisievert zum Mond und zurück“:
(https://balthasarschmitt.files.wordpress.com/2018/02/mit-millisievert-zum-mond-und-zurc3bcck-1603201.pdf)
Deren Kapitel 1-3 sind auch als einzelne Blogartikel direkt verfügbar: 1. Kapitel2. Kapitel3. Kapitel.

Heute stellen wir mit einem SPIEGEL-Artikel von 1958 eine weitere wichtige, noch frühere Quelle zur bemannten Raumfahrt vor:

Raumfahrt / Mond-Flug: Zu öden Welten. – In: DER SPIEGEL, 1958, Nr. 1, 1. Januar. – Ist in zwei verschiedenen Versionen verfügbar:
(1) Vom Artikel nur der Text, ohne die alte Typographie, ohne Abbildungen, ohne Seitenzählung, nur der Hefttitel in Farbe:
(http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41760333.html)
(2) Der Artikel im alten originalen Layout, Typographie und Abbildungen (in schwacher Qualität) und mit Seitenzählung, S. 32-33, 35-39, im pdf-Format; erreichbar nur über die Textversion (1): sie enthält zu Beginn einen Link auf den alten Artikel (SPIEGEL_1958_01_41760333.pdf).

Auch dieser Artikel von 1958 hat heute noch eine aktuelle Bedeutung, weil nach seiner Veröffentlichung am 1.1.1958 die darin behandelten entscheidenden Themen der bemannten Raumfahrt bis zum Jahr 2010, also 51 Jahre lang nicht mehr öffentlich erörtert worden sind und daher im Bewußtsein des Publikums komplett fehlen:
– die Navigation im Weltraum;
– der Energiebedarf für die Rückkehr zur Erde;
– das Radarecho vom Mond ohne technische Installation eines Reflektors auf dem Mond;
– die hohen Reibungstemperaturen beim Rücksturz durch die Atmosphäre zur Erde ;
– die militärisch-politischen Überwachungsinteressen als Motivation zur Raumfahrt.

„Öffentlich erörtert“ hätte bedeutet: „in den Massenmedien für die breite Öffentlichkeit dargelegt und erörtert“. Stattdessen aber ist die „Öffentlichkeit“ der Themen mit den Artikeln von 1958 und 1961 abgebrochen und seither unterdrückt worden. Erst seit 2010 sind diese Themen nur von den Kritikern wieder präsentiert worden. In den Propagandamedien dagegen geht das alte v. Braunsche Märchen von 1954 ungebremst weiter!

Der Artikel zeigt eindrücklich, daß die Rückkehr zur Erde unmöglich ist, weil ihr Kernproblem das Abbremsen ist, das doppelt an an der Energie scheitert: zum Abbremsen des Raumschiffs durch einen Raketenmotor fehlt der Treibstoff (meistens auch der Motor), und das Abbremsen durch Reibung in der Atmosphäre bewirkt eine zerstörerische Hitze, der kein irdisches Material standhält.

Dez. 1957: v. Braun weiß von der Unmöglichkeit der Rückkehr

Die NASA wurde 1958 gegründet, und sehr schnell müssen die Organisatoren erkannt haben, daß eine bemannte Raumfahrt zum Mond wegen der Unmöglichkeit eines Re-entry nicht zu haben war. Wegen des politischen Drucks durch den Wettlauf mit der Sowjetunion und der Ankündigung Kennedys, noch dem Ende des Jahrzehnts Amerikaner auf den Mond zu bringen, entschieden der tiefe Staat und die NASA sich dafür, eine erfolgreiche Mondlandung dem Publikum vorzutäuschen. Die Komplizität der Sowjetunion wurde durch wirtschaftliche Hilfslieferungen sichergestellt.

Angesichts dieser Sachlage stellt sich die delikate Frage, ob J. F. Kennedy bei seiner Rede vom 25. Mai 1961 von der Unmöglichkeit dessen, was er verkündete, wußte: Menschen auf den Mond zu bringen. Da es offiziell einen Betrug gar nicht gibt, sondern die bemannte Raumfahrt angeblich real stattfindet, kann offiziell niemand auf diese delikate Frage stoßen, folglich werden wir sie nirgends erörtert finden. Nur Kritiker, die die „Raumfahrt“ durchschauen, können darüber sinnieren.

Die Unmöglichkeit der Rückkehr wurde noch vor der Strahlengefahr erkannt

Inzwischen haben viele Leute geglaubt, die Entdeckung der kosmischen Strahlung und der Van-Allen-Gürtel 1959 habe erstmals die Unmöglichkeit einer orbitalen Raumfahrt klargemacht. Jetzt sehen wir, daß schon im Dezember 1957 v. Braun selbst die Unmöglichkeit der Rückkehr zur Erde zugegeben hat, wegen Problemen mit der Energie. Die kritische Erkenntnis hat also schon ein paar Jahre vor der Entdeckung der kosmischen Strahlung angefangen, und sie wurde ausgerechnet vom berühmtesten Repräsentanten der frühen Raumfahrt und Vater der Mondrakete selbst öffentlich gemacht, Wernher von Braun.

Der Artikel war am 1. Januar 1958 veröffentlicht worden, stellte inhaltlich also den Sachstand von 1957 dar. Er war wahrscheinlich die letztmalige öffentliche Quelle für mehrere unterdrückte und mit Tabu belegte Themen und war mit 7 Seiten, dreispaltig gesetzt, ein umfangreicher Text. Im folgenden werden daraus nur die für die Raumfahrt relevanten Themen und Aussagen berichtet und kommentiert.

Der Antrieb zur Raumfahrt in den USA war offensichtlich: es sollte „in einem gewaltigen Kraftakt die Sputnik-Schmach ausgelöscht und das Revanche-Gelüst der amerikanischen Öffentlichkeit befriedigt werde(n), das die Tageszeitung „Pittsburgh Post“ kürzlich auf Schlagzeilenlänge in der Forderung zusammenfaßte: „Shoot the moon, Ike!““ (S. 32). „Ike“ war der Spitzname des Präsidenten Eisenhower.

Die Raumfahrt-Programme von USA und UdSSR im Jahr 1957

Die Erprobung der Treibsätze und der Steuerungsvorrichtungen ist Voraussetzung für die Verwirklichung des US-Projektes für die Fahrt zum Mond, das der Chef des Luftwaffen-Forschungsamtes leitet (S. 32):
– er hatte einschlägige Firmen aufgefordert, Vorschläge für eine Rakete mit kleiner Nutzlast zum Mond vorzulegen;
– der erste Mondflug „soll den Mond auf einer Sputnik-Bahn umfliegen und dann zur Erde zurückrasen“;
– die bisher unbekannte Rückseite des Mondes soll fotografiert, die Bilder durch Funk zur Erde übertragen werden,
– ehe die „Rakete wieder in die irdische Lufthülle eintaucht und wie ein Meteor verglüht.“

Nur Sowjetrußland hat zu diesem Zeitpunkt eine leistungsfähige Rakete: sie hatte die Raumhündin Laika in einer 500 kg schweren Kapsel auf 1600 km Höhe getragen und hätte eine kleine Nutzlast auch zum Mond befördern können. Im selben Jahr im Oktober 1957 tagte der Astronautische Kongreß in Barcelona, wo sowjetische Raketenforscher die Etappen ihres Mond-Projekts darstellten (S. 32):
– Der 1.Flug soll 250 kg zum Mond bringen, auf den Mond stürzen oder als „Mond-Sputnik“ in eine „Kreisbahn“ einfliegen.
– Im 2. Flug soll die Rakete den Sturz auf den Mond mit einem „mondwärts gerichteten Rückstoß-Antrieb abbremsen“ und sicher auf dem Mond aufsetzen, anschließend Daten über die Umgebung zur Erde funken.
– Der 3. Flug soll wieder dem Mond umfliegen und mit einer Fernsehkamera Bilder von der Rückseite auf die Bildschirme des Publikums auf der Erde übertragen.
– Der 4. Flug soll Tiere „oder vielleicht sogar einen Menschen“ befördern, wenn die vorausgegangenen Flüge erfolgreich waren und „für den Mondflug eines Menschen sprechen.“
Der Leiter des sowjetischen Satelliten-Programms nimmt an, „alles das wird innerhalb weniger Jahre geschehen“; er nimmt ferner an, daß man „noch in diesem Jahrhundert“ eine Beobachtungsstation auf der Mondoberfläche errichten werde.

Das SU-Programm ist dank der Rakete ambitionierter, will schrittweise vorgehen (erst Tiere, dann vielleicht Menschen: wo hätte man das sonst gehört?) und widmet den 3. Flug nur der internationalen Versorgung der Massenmedien mit Bildern.

Navigation im Weltraum muß „unvorstellbar präzise“ arbeiten

Wohl erstmals, sicher aber letztmals (in den Medien) wurden Probleme der Navigation im Zusammenhang aufgerollt, die die gewaltigen Risiken eines Mondfluges ahnen lassen. Vor allem die Betonung der Präzision als unerläßliche Voraussetzung für einen Raumflug muß auf den heutigen Leser wie eine absolute Neuigkeit wirken: das hat man von der NASA und Konsorten nie gehört, sondern wurde immer als Selbstverständlichkeit nobel unterstellt. Aber nur wer die Beherrschung aller Voraussetzungen wenigstens im Prinzip transparent macht, dem könnte man daher Behauptungen über eine „problemlose erfolgreiche Durchführung“ abnehmen.

„Alle Astronautiker, die schon vor Jahren gleichsam spielerisch mögliche Reiserouten zum Mond errechneten, gelangten zu der Einsicht, daß der Steuerungsmechanismus einer Mondrakete unvorstellbar präzise arbeiten müsse. Denn die Zielscheibe Mond – so groß sie auch immer am Nachthimmel dem menschlichen Auge erscheinen mag – füllt nur den
zweihunderttausendsten Teil des Himmels aus. Da der Mond mit einer Geschwindigkeit von einem Kilometer je Sekunde, also mit dreifacher Schallgeschwindigkeit, um die Erde rast, muß eine Mondrakete mit einem exakt zu berechnenden Vorhaltewinkel abgefeuert werden – wie eine Flakgranate auf ein schnell und hoch fliegendes Flugzeug -, und sie muß während ihres dreitägigen Fluges eine bestimmte Geschwindigkeit genau einhalten. Schon bei einem Kursfehler von einem halben Grad in Nord-Süd- oder Ost-West-Richtung oder einer geringfügigen Ungenauigkeit in der Anfangsgeschwindigkeit würde das Projektil weit am Mond vorbeifliegen.“ (S. 33)

Die „Flakgranate auf ein schnell und hoch fliegendes Flugzeug“

Aber auch die „Flakgranate“-Metapher läßt die wirklichen Anforderungen an die Startbedingungen in dem SPIEGEL-Artikel nur ahnen: nicht nur die Genauigkeit der Anfangsgeschwindigkeit (wie hoch sie sein muß, wird in offiziellen Meldungen der NASA nie vorher mitgeteilt) ist entscheidend, sondern auch der Startzeitpunkt und die genaue Ausrichtung in drei Dimensionen (wegen möglicher Kursfehler), und wenn man die Abhängigkeit der Starts von den Wetterverhältnissen bedenkt, dann fragt man sich, wie ein Flugplan ohne vorherige Kenntnis der genauen Startbedingungen überhaupt aufgestellt oder kurzfristig hätte angepaßt werden können.

Die Navigation als ein großes Problem für eine erfolgreiche Raumfahrt ist nach dem 1. Januar 1957 aus deutschen Medien völlig abgetaucht und verschwunden. Die Raumfahrtbehörden (NASA u.a.) tun so, als ob nur die Computer richtig programmiert werden müssen, dann wird per Knopfdruck zum richtigen Zeitpunkt der perfekte Flug gestartet, auf der korrekten Route und genau in allen drei Richtungen ausgerichtet mit einer automatischen Kontrolle zur Einhaltung der richtigen Geschwindigkeit in allen Flugphasen.

Entscheidende Leistung der Navigation: den „Neutralpunkt“ treffen

Der Artikel hätte als Beispiel für seine „Flakgranaten“-Metapher auf die Bedeutung des Neutralpunkts hinweisen können: der Punkt auf dem Flug zum Mond, an dem gravitatives Gleichgewicht zwischen Erde und Mond herrscht. Nur über diesen Punkt ist ein Übergang aus dem Gravitationsfeld der Erde in das Gravitationsfeld des Mondes möglich: wird er verfehlt, fliegt das Raumschiff in den Weltraum hinaus oder stürzt auf die Erde zurück. Die besondere navigatorische Schwierigkeit (und Leistung) besteht darin, daß dieser Punkt (rund 40000 km, bevor man den Mond erreicht) sich ständig mit fast genau so großer Geschwindigkeit wie der Mond bewegt. Den Neutralpunkt zu treffen ist daher wie ein „Tonstaubenschießen“ im Weltraum oder, mit der Metapher des Artikels, mit einer „Flakgranate ein schnell und hoch fliegendes Flugzeug“ zu treffen!

Das Treffen des Neutralpunktes ist sicher eine der schwierigsten Navigationsaufgaben des Mondfluges und wäre für den Erfolg des Fluges entscheidend. Keine Raumfahrtbehörde hat bisher darüber berichtet oder zeigen können, wie sie dieses bewegte Ziel mit einiger Sicherheit treffen wird. Es wird auch nirgendwo gesagt, mit welcher Genauigkeit man dieses Ziel treffen muß. Die Öffentlichkeit heute weiß von diesem Problem überhaupt nichts. Erst Anders Björkman hat seit 2012 die Bedeutung der Navigationsprobleme im CLUESFORUM und auf seiner englischsprachigen Webseite wieder zum Thema gemacht. Vor allem unsere begeisterten Fans des „Space Travel“ scheinen sich dafür überhaupt nicht zu interessieren, wenn man ihre Internetforen beobachtet.

Wie der Artikel genüßlich berichtet, rechneten die US-Physiker nach den Gesetzen der Himmelsmechanik der Sowjetunion vor, daß ihre Träger-Rakete durch den Ausstoß des Sputnik-Satelliten rund 2,8 Grad von ihrem Kurs abgewichen war, und daß den Sowjets „mit dem Steuerungssystem ihrer Sputnik-Raketen ein Vorstoß zum Mond schwerlich gelingen kann“. Wenn sie mit diesem System überhaupt „den Mond treffen“ wollten, müßten sie schon eine gehörige Portion Glück haben! Eine falsch gesteuerte Rakete würde entweder die Erde umkreisen oder auf die Erde zurückstürzen, eventuell sogar dem System Erde-Mond entkommen und als „kleiner Planet“ die Sonne umkreisen (S. 33). Damit beschreibt der Artikel genau die Folgen, wenn man z. B. den Neutralpunkt verfehlt.

2. Etappe: das militärische „Auge des großen Bruders“ über der Erde

Erst wenn es den Technikern gelingen sollte, das Steuerungsproblem so weit zu bewältigen, daß eine Rakete den Mond tatsächlich trifft, könnten sie die zweite Etappe ihres Mondprojektes vorbereiten: das „Auge des großen Bruders“, das sich die Rückseite des Mondes anschaut. Dieses „Auge des großen Bruders“ (S. 35) – das nach dem utopischen Roman „1984“ des Engländers George Orwell benannt wurde – ist vorerst noch das militärisch wichtigste Nahziel der amerikanischen Erdsatellitenpläne: eine Fernsehkamera, die an Bord eines künstlichen Satelliten die Erde umkreist und überwacht.

Zwei Probleme bei der Konstruktion solch eines Roboterauges machen den Technikern noch Schwierigkeiten. So könnten die Kleinstmeteoriten, die im All mit der Wirkung eines Sandstrahlgebläses auf die Kamera treffen würden, das Zyklopenauge rasch erblinden lassen. Die „Pupille des großen Bruders“ müßte also durch einen gut funktionierenden jalousieartigen Mechanismus geschützt werden, der die Linse nur in den Augenblicken der Aufnahme freigibt. Das erwartete „Sandstrahlgebläse“ scheint seither kein Hindernis mehr zu sein, jedenfalls gibt es keine Berichte.

Das zweite knifflige Problem ist „die Ausrichtung des Auges auf sein Ziel. Der Satellit dürfte sich nach allen bisherigen Erfahrungen dauernd um seine Achse drehen und vielleicht auch komplizierte Kreiselbewegungen ausführen.“ (S. 35) Die Techniker könnten versuchen, diese Bewegungen durch „Schwungräder im Innern des Satelliten“ auszugleichen. Die beabsichtigte Rotation von Flugkörpern um ihre eigenen Achsen, um die Erwärmung durch Sonneneinstrahlung zu verteilen, wird gern erwähnt – aber wo wird sie als ständige Bewegung effektiv berichtet?

Die US-Luftwaffe will dieses Projekt „Big Brother“ bis spätestens 1961 verwirklichen. Dann soll es ständig den Erdball umkreisen. Wozu die Mondfahrt so dienen kann! Hat man von dem militärischen Zweck der „wissenschaftlichen Raumfahrt“ wieder gehört?

Telemetrie vom Mond zur Erde

Beide Projekte der USA und der Sowjetunion stehen vor dem Problem der Datenübertragung, wenn ihre gelandeten Menschen und Traktoren Fernsehbilder zur Erde übertragen wollen. Um laufend detailreiche Aufnahmen von den Mondkratern und Ringgebirgen auf irdischen Fernsehschirmen zu zeigen, müßte der Sender auf dem Mond eine Entfernung von 400.000 Kilometern überbrücken, weshalb er „eine millionenfach größere Sendestärke besitzen [müßte] als ein normaler irdischer Fernseh-Sender.“ (S. 35) Außerdem könnten die Signale verzerrt werden oder auch ganz ausbleiben. Diese Kalkulation der Sendeenergie ist nie als irrig entlarvt worden und spielt in vorgetäuschten „Weltraumflügen“ natürlich auch keine Rolle. Sie stammt noch aus einer Zeit, als die bemannte Raumfahrt von ihren Protagonisten nur als ganz real vorgestellt werden konnte.

Schon 1946 Radarecho vom Mond – ohne „Reflektor“!

Der folgende Absatz erinnert daran, daß bereits 1946 Versuche gemacht worden sind, eine Funkbrücke zum Mond herzustellen:

„Die wahrhaft kosmischen Experimente wurden der Weltöffentlichkeit 1946 demonstriert.
Ein umgebautes Radargerät, das an der Ostküste Amerikas im Staate New Jersey stand, sendete auf einer Fernseh-Wellenlänge (2,6 Meter) alle fünf Sekunden ein kurzes UKW-Signal in Richtung Mond. Im Lautsprecher war dieser Radio-Impuls wie ein scharfes Hundekläffen zu hören. Zweieinhalb Sekunden, nachdem dieser Kläfflaut die Erde verlassen hatte, tönte ein leises Bellen aus dem Lautsprecher. In diesen zweieinhalb Sekunden hatte das UKW-Signal den etwa 800 000 Kilometer langen Hin- und Rückweg von der Erde bis zum Mond und zurück durchmessen. Deutlich hörbar war ein menschliches Signal vom Mond zurückgeworfen worden.“ (S. 37)

Damit ist das spätere Aufstellen eines 1 Quadratmeter großen Reflektors auf dem Mond durch APOLLO 11, den sowieso von der Erde aus niemand anpeilen kann, von vornherein als Reklamegag entlarvt.

Das Super-Raketenflugzeug X-15

Ein Schritt zur Raumfahrt ist auch mit dem bemannten Raketenflugzeug X-15 geplant, weil dieses mit 5-facher Schallgeschwindigkeit bis 160 Kilometer aufsteigen kann, also wirklich den Weltraum erreichte. Es sollte von einem Großbomber in die dünneren Luftschichten der Stratosphäre getragen und dann ausgeklinkt werden, um anschließend mit seinem eigenen Raketenantrieb weiter aufzusteigen (S. 38).

Es wären jedoch nur suborbitale Flüge, so daß die Maschine einen Parabelflug bis zum Gipfelpunkt ausführen und anschließend zur Erde zurückkehren würde. Im Umkehrpunkt hätte die Maschine also nur noch eine minimale Geschwindigkeit: das Wesentliche wäre das Fehlen der ersten kosmischen Geschwindigkeit von ca. 8000 m/sec. Deshalb könnte diese Maschine tatsächlich als Flugzeug im freien Fall bis zur dichteren Atmosphäre bei 50 km Höhe zurückkehren und dort in einen aerodynamischen Flug übergehen. Erste Versuchsflüge waren für den Sommer 1958 geplant.

Das Rückkehr-Problem aus kosmischer Geschwindigkeit

Die Rückkehr stellt sich für einen Flugkörper – Sonde, Satellit, Raumschiff – aus dem Erdorbit völlig anders dar. Zum Erreichen eines Erdorbit ist die erste kosmische Geschwindigkeit von ca. 7900 m/sec erforderlich, damit der Flugkörper auf seinem Kurs um die Erde von der Gravitation nicht wieder heruntergezogen werden kann. Auf dem Flug im Orbit in mehreren Hundert Kilometer Höhe wird der Flugkörper von keiner Atmosphäre abgebremst und behält daher seine kinetische Energie (bis auf sehr geringe Verluste). Wenn der Flugkörper aus dieser Geschwindigkeit zur Erde zurückkehren soll, muß er seine hohe kinetische Energie kontrolliert abgeben können: dies ist das fundamentale und für einen Flugkörper ohne ein Raktentriebwerk und den nötigen Treibstoff zum Abbremsen unlösbare Problem der Rückkehr. Dieses Problem wird nach 1958 völlig unterschlagen und verdrängt. Erst die Kritik seit 2012 hat die Öffentlichkeit wieder darüber aufgeklärt.

„Aber fragen Sie mich nicht, wie er wieder lebendig herunterkommen soll.“

Der SPIEGEL-Artikel vom 1.1.1958 zitiert zu dieser Frage Wernher von Braun mit einer denkwürdigen Aussage:

„“Mit den bereits vorhandenen Mittelstreckenraketen könnten wir einen Menschen in spätestens einem Jahr in eine Kreisbahn um die Erde schießen“, sagte Wernher von Braun, der 45jährige Freiherr aus Westpreußen, im vergangenen Monat. „Aber fragen Sie mich nicht, wie er wieder lebendig herunterkommen soll.““ (S. 38)

Mit dieser abwehrenden Formel kaschiert v. Braun jedoch die wahre Dimension des Problems. Als Ingenieur und Physiker kennt er natürlich Newtons Formel, nach der die kinetische Energie berechnet wird:
Energie (in Joule) = 0,5 mal Masse (in kg) mal Geschwindigkeitsquadrat (in m/sec).
Er hätte seinen Geprächspartnern reinen Wein einschenken müssen. Ob man für das Raumschiff eine Masse von 3 Tonnen oder 5 Tonnen ansetzt, hat keine große Auswirkungen, aber das Quadrat der Geschwindigkeit führt dann zu den astronomisch hohen Werten der Energie. Ein Raumschiff für einen Astronauten kann nicht wesentlich unter 3 Tonnen wiegen; käme es mit 8000 m/sec aus dem Orbit zurück, dann ergäbe sich für die kinetische Energie:
– 3 Tonnen = 3000 kg; die Hälfte davon: 1500
– das Quadrat der Geschwindigkeit: 8000*8000 = 64.000.000
1500*64.000.000 = 96.000.000.000 Joule = 96 Miliarden Joule = 96 GigaJoule.

Die Berechnung der kinetischen Energie bei der Rückkehr

Diese Rechnung kann ein Physiker jederzeit überschlägig im Kopf kalkulieren: 3 Zehnerstellen von der Masse, 7 Zehnerstellen vom Geschwindigkeitsquadrat, das sind schon 10 Milliarden, die Multiplikation der Einer bringt noch eine Stelle. Von den 100 Milliarden Joule hätte v. Braun seinen Gesprächspartnern erzählen müssen, denn dieser astronomisch hohe Wert ist der Grund, weshalb er nicht gefragt werden wollte. Immerhin wird anschließend das Schicksal eines Raumschiffs ohne Raketenmotor und genügend Treibstoff zum Abbremsen ganz realistisch beschrieben, allerdings nicht mehr als wörtliches Zitat von v. Braun ausgewiesen, aber seine Ausführungen in seinem Sinne ergänzend:

„Wenn nämlich ein schnellfliegender Körper – ein Flugzeug oder eine Rakete – nach einem Flug durch das praktisch luftleere All wieder in die dichteren Luftschichten der Erde eintaucht, wird er durch die Luftreibung auf viele hundert Grad erhitzt. Ein Projektil aus herkömmlichen Metallen, das mit Sputnik-Geschwindigkeit in die Lufthülle zurückfällt, verglüht wie ein Meteor als helle Feuerkugel. Die Preisfrage der Raketenkonstrukteure lautet also: Wie muß ein Flugkörper beschaffen sein, damit er der mörderischen Reibungshitze widerstehen kann?“ (S. 38)

Auch mit dieser Aussage „viele hundert Grad“ hätte der SPIEGEL noch ziemlich untertrieben. Denn die Reibungshitze würde bei den hier auftretenden Energien jedes Material bis in die Größenordnung von mehreren 10000° Celsius erhitzen (Marquardt hat 45000°, Björkman 70000° errechnet), und derartigen Temperaturen wiedersteht kein irdisches Material, sondern es verliert seine Molekülstruktur und würde zu einem Plasma.

Es ehrt Wernher von Braun, daß er im Dezember 1957 seine Einsicht zu Protokoll gegeben und öffentlich gemacht hat, daß eine Lösung des Re-entry aus kosmischen Geschwindigkeiten nicht bekannt ist.

V. Braun hat nur die Reibungshitze beim Wiedereintritt viel zu niedrig veranschlagt und damit der Hoffnung eine Möglichkeit offen gelassen, daß man irdische Materialien finden könnte, die der „mörderischen Reibungshitze“ widerstehen. Die Berechnungen der hohen Reibungstemperaturen sind bisher jedoch nicht widerlegt worden, Hoffnungen auf widerstandsfähige irdische Materialien bestehen daher nicht.

Eugen Sängers „Hüpfflugprinzip“ bleibt ohne Anwendung

Da die Suche nach „geeigneten“ Materialien angesichts der wahren Temperaturen der Reibungshitze aussichtslos war, hofften die Raketenforscher, das Rückkehrproblem auf eine andere Weise zu lösen. Der deutsche Raketenforscher Sänger hatte eine neue Theorie entwickelt, nach der mit sehr hohen Geschwindigkeiten zur Erdorberfläche zurückkehrende Flugkörper in einem sehr flachen Winkel auf die Atmosphäre treffen und auf der Atmosphäre „wellenförmig auf und ab hüpfend“ die Erde umkreisen könnten (S. 38), wodurch sie allmählich Energie verlieren würden. Sänger hatte diese Theorie während des Krieges in Deutschland für seinen hundert Tonnen schweren Gleitbomber entwickelt.

„Hüpfflugprinzip“ für Raumflugkörper beruht auf zwei Irrtümern

Für das neuartige Prinzip von Sänger hätte nun zunächst einmal gezeigt werden müssen, auf welchen Luftschichten in welchen Höhen ein tonnenschwerer Raumflugkörper „hüpfend“ die Erde hätte umkreisen können. Sänger hatte nämlich
– (1.) seine Theorie für die Rückkehr eines Flugzeuges konzipiert, das also nicht mit kosmischer Geschwindigkeit unterwegs war und
– (2.) außerdem aerodynamische Flugeigenschaften besaß.
Diese beiden entscheidenden Unterschiede zwischen aerodynamischem Fluggerät und Raumschiffen scheinen den Autoren des SPIEGEL-Artikels nicht klar gewesen zu sein.

Für ein Raumschiff hätte gezeigt werden müssen, wieviel Energie das Raumschiff durch das „Hüpfflugprinzip“ bei jeder Erdumrundung hätte abgeben können, und wie lange es gedauert hätte, die 100 GigaJoule an die Umgebung abzugeben. Es gibt in dem Artikel (S. 38) und bis heute im Internet zwar entsprechende Darstellungen des „Hüpffluges“ mit Zeichnungen, aber keine Berechnungen über die kontrollierte Abgabe von 100 GigaJoule – weil sie einfach nicht möglich wäre.

Warum hat APOLLO nicht auf das „Hüpfflugprinzip“ zurückgegriffen?

Es gibt ein weiteres schlagendes Argument gegen die Sängersche Theorie: der schönste Anwendungsfall hätte APOLLO 11 sein können und ist von der NASA in ihrem „Apollo-Märchen“ nicht genutzt worden. Denn das CM von APOLLO 11 sollte keinen Treibstoff haben und deshalb auch den Raketenmotor mit dem Service Module vor dem Wiedereintritt abstoßen. Damit hat sich die NASA wenigstens das Problem vermieden, auch noch das Hüpfflugprinzip von Sänger glaubwürdig erklären zu müssen.

Stattdessen soll das Command Module mit 5,5 Tonnen Masse, mit 11200 m/sec und ca. 345 Gigajoule Energie angeblich direkt aus dem Weltall vom Mond zurückgekehrt sein und nicht das „Hüpfflugprinzip“ ausprobiert haben. Auf angeblich wunderbare Weise soll es aus 130 km Höhe in 29 Minuten direkt zur Landung im Pazifik hinuntergeschwebt sein, ohne zu verglühen und ohne Abbremsung mit einem Raketenmotor – das bekannte NASA-Märchen, das sie genau so wenig erklären konnte.

Es ist ohne nähere Untersuchung nicht festzustellen, ob das „Hüpfflugprinzip“ nach 1945 für eine Rückkehr von Raumflugkörpern aus dem Weltraum überhaupt jemals ernsthaft erwogen worden ist. Auf seine Anwendung in einem Raumflugprojekt hat sich unseres Wissens noch nie jemand berufen. Der SPIEGEL-Autor von 1958 behauptet auch nicht, das Argument für die Sängersche Theorie von v. Braun erhalten zu haben: der kannte nämlich nach eigener Aussage gar keine Lösung des Problems, hielt also auch die ihm bekannte Theorie Sängers offensichtlich nicht für realistisch.

Der Artikel behauptet die zwei Irrtümer über das „Hüpfflugprinzip“

Sängers Gleitbomber soll von den Sowjets ausprobiert worden sein. Der Artikel behauptet dann ausdrücklich: „Denn wie die Gleitbomber könnte auch ein Raumschiff seine enorme Geschwindigkeit durch mehrmaliges hüpfendes Eintauchen in die Lufthülle allmählich verringern, ohne meteorgleich zu verglühen“ (S. 38). Damit wird vom SPIEGEL im Gegensatz zu v. Braun das Hüpfflugprinzip als Lösung für das Re-entry hingestellt. Wie oben dargelegt, werden damit zwei Irrtümer in die Welt gesetzt, um ein Re-entry für die Raumfahrt zu retten.

Zugleich wird der Gleitbomber das Problem klären helfen, „ob der Mensch, der bei künstlicher Atmung und Ernährung in einen zwangsjackenähnlichen Raumanzug gepfercht ist, in seinem engen Kabinengefängnis den körperlichen und seelischen Strapazen der Raumfahrt gewachsen ist (S. 39)“. Da es bisher außer in Medienbildchen eine orbitale bemannte Raumfahrt nicht gibt, mußten diese Belastungen glücklicherweise noch von niemandem erprobt werden.

Das Trommelfeuer der Meteoriten

Die Erdsatellitenflüge würden den Piloten des Gleitbombers auch in Höhen tragen, in denen er bereits dem Trommelfeuer der Meteoriten ausgesetzt wäre (S. 38). Diese Gefahr läßt sich 1957 aber noch nicht genau abschätzen. Dafür unterhalten uns heute die Erfinder des ISS-Phantoms regelmäßig mit angeblich drohenden „Gefahren für die Station“ und die „Astronauten“, vor denen sie sich mit angeblichen „Ausweichmanövern“ retten. Auch solche Geschichten sind nur Medienschrott – aber unterhaltsam!

Der künftige Mondflug in die „grandiose Öde“

Der „Weltraum-Prophet“ Wernher von Braun habe vor vier Jahren in seinem Buch „Die Eroberung des Mondes“ (1954) beschrieben, was künftige Astronauten auf dem Mond erwartet:

„Von Wüsten bedeckt und Gebirgsketten gezackt, ohne Atmosphäre, Ozeane und Vegetation wird sich der Mond seinen Besuchern als ein gräßlicher Leichnam im Weltraum zeigen.“ (S. 39)

„Erbarmungslos strahlt die Sonne während des zwei Wochen dauernden Mondtages herab, so daß die Mittagstemperatur am Äquator 100 Grad Celsius erreicht, genug, einen Menschen regelrecht zu kochen. Zu Beginn der zwei Wochen dauernden Nacht fällt die Temperatur auf minus 150 Grad, eine schrecklichere Kälte, als sie der Mensch am Nordpol oder irgendwo in der Antarktis jemals empfunden hat.“ (S. 39)

V. Braun entwickelt sein Mondflugprojekt sehr detailreich. Um günstigere Temperaturbedingungen zu haben, soll die Expedition an einem Pol des Mondes landen. „Die Expeditionsmitglieder sollen ihr Hauptquartier in einer Mondhöhle einrichten, in der sie vor den Meteoriten und der kosmischen Strahlung geschützt sind. Von dort aus sollen sie binnen sechs Wochen mit besonders konstruierten Raupenschleppern die Umgebung in 400 Kilometer Umkreis erforschen.“ (S. 39) 1954, im Erscheinungsjahr des Buches, lagen die Erkenntnisse zur kosmischen Strahlung (1959: Van-Allen-Gürtel) noch weit in der Zukunft, aber v. Braun spricht doch schon vom Schutz der Astronauten.

Insgesamt aber ist v. Braun optimistisch, hält die Entdeckung von Rohstoffen und Bau
einer „ständigen Niederlassung“ auf dem Mond für möglich, die von einer „gewaltige[n] Kunststoffkuppel mit einer eigenen künstlichen Atmosphäre“ überwölbt wird. Die „irdischen Mondbewohner“ als „Mond-Kolonisatoren“ könnten ihre Plastikkuppel jedoch nur in Raumanzügen verlassen, ihr Leben müßte sich fast ganz in der Kuppel abspielen (S. 39).

Von Brauns Erkenntnisstände von 1954 und 1957

Die Einbeziehung von v. Brauns Buch „Die Eroberung des Mondes“ aus der Zeit lange vor dem Beginn des Einsatzes von Raketen zur Erforschung des Weltraums (1959: Van-Allen-Gürtel) führt zu einer hochinteressanten Frage nach v. Brauns Erkenntnisstand zur bemannten Raumfahrt:

1954 entwickelt seine technische Phantasie Raketen zum Flug in den Weltraum, baut eine Raumstation, landet eine Expedition auf dem Mond und läßt sie dort als ständige Niederlassung eine riesige Halle mit einer Atmosphäre für das Leben von Menschen errichten, eventuell Rohstoffe finden und abbauen. An einem sicheren Flugverkehr zwischen Erde und Mond mit ständigem Re-Entry zur Erde und zum Mond besteht für ihn kein Zweifel.

1957 spricht v. Braun davon, nun könne man zwar einen Menschen in einen Erdorbit schießen, aber er weiß nicht mehr, wie der mit seinem Raumschiff aus der kosmischen Geschwindigkeit wieder wohlbehalten zur Erde zurückkehren könnte: „Fragen Sie mich nicht!“ Er sieht die kinetische Energie des Raumschiffs und die Reibungshitze bei einer Rückkehr durch die Atmosphäre, der kein irdisches Material standhält. Und er setzt überhaupt nicht auf die Sängersche Hüpfflugtechnik (1942), die er noch aus seiner Zeit in Deutschland kennt.

Was ist zwischen 1954 und 1957 geschehen?

In dem Zeitraum zwischen Buch und SPIEGEL-Artikel muß etwas geschehen sein, was v. Braun die Aussichtslosigkeit der menschlichen Raumfahrt vor Augen geführt hat. Da alle spätere biografische Literatur über den „Raumfahrt-Pionier“ von Raumfahrt-Propagandisten geschrieben worden ist, und er selbst auch nach seiner Entmachtung bei der Raumfahrtorganisation als öffentlicher Begleiter bis zum APOLLO-Programm als Repräsentant sichtbar geblieben ist, muß er später die gigantische Täuschung der Öffentlichkeit bei vollem Bewußtsein klar erkannt und ohne die Möglichkeit eines „Ausstiegs“ bis zum „Triumph der Mondlandung“ mitgemacht haben.

So weit man bei einem ersten Überblick feststellen kann, hat v. Braun seine früheren Bücher nicht wieder auflegen lassen, sondern von Freunden nur Zusammenstellungen von Textauszügen herausgeben lassen. Sein Name steht aber auf den Buchtiteln.

Rettung der Raumfahrt durch Tankstelle im Orbit?

Jedenfalls hat es in den Jahren nach 1957 keine neue Technologie gegeben, die v. Brauns Aussichtslosigkeit über einen „Re-entry“ aufgelöst haben könnte. Man findet immerhin im Internet – leider wieder ohne Quellenangabe – Zitierungen seiner Auffassung, daß ein Mondflug nur dann erfolgreich durchgeführt werden könne, wenn man im Erdorbit einen Treibstoffvorrat „parkt“, gewissermaßen als Tankstelle für ein vom Mond zurückkehrendes Raumschiff, damit es bei der Tankstelle Treibstoff für eine Abbremsung auf dem Flug zurück zur Erdoberfläche übernehmen kann. Man könnte die „Tankstellen“-Idee – von der wir bisher nicht feststellen können, wann er sie geäußert hat – vielleicht als einen ersten Moment des Umdenkens zwischen 1954 und 1957 interpretieren. Vielleicht können unsere Leser uns bei einer Datierung dieser Idee v. Brauns mit Auskünften helfen?

Ein Ansteuern der „Tankstelle“, die selbst im Orbit kreist, würde allerdings den Einflug in diesen Orbit erfordern: ein Einflug von außen in den Orbit um einen Planeten (hier: der Erde) wäre allerdings kaum möglich, oder nur unter sehr speziellen Bedingungen, die ein z. B. vom Mond kommendes Raumschiff erst einmal erfüllen müßte; vgl. hierzu unseren Blog-Artikel:
Wie fliegen NASA und Elon Musk in den Orbit um andere Planeten? – 12 S.
(https://balthasarschmitt.wordpress.com/2018/10/29/wie-fliegen-nasa-und-elon-musk-in-den-orbit-um-andere-planeten/)

Die Idee einer „Tankstelle“ ist unseres Wissens nie von der NASA vertreten worden. Bei Raumfahrtfans kann sie sowieso keinen Anklang finden, da sie das Kernproblem eingestehen würde: ohne Tankstelle keine Mondlandung. Wenn die Zitierung inhaltlich zutrifft und v. Braun die Tankstellen-Lösung als einzig mögliche für ein „Re-entry“ betrachtet haben sollte, dann müßte er spätestens an der frühen APOLLO-Planung, die für das vom Mondflug zurückkehrende Command-Modul keinen Raketenmotor und keine Treibstoffreserve vorsah, die Absicht zu Täuschung und Betrug der Öffentlichkeit erkannt haben.

Wir können also nicht genau sagen, was zwischen 1954 und 1957 geschehen sein könnte, das v. Brauns Skepsis über das Re-entry 1957 ausgelöst hat. Die Tankstellen-Idee könnte jedoch damit im Zusammenhang stehen.

Auch 2019 lebt die NASA-Propaganda von v. Brauns Buch von 1954

Wir stehen anno 2019 vor der grotesken Situation, daß in der Öffentlichkeit niemand mehr etwas ahnt von der bereits 1957 belegten Erkenntnis der Aussichtslosigkeit einer bemannten Raumfahrt, und daß stattdessen die Massenmedien das Publikum mit haarsträubenden Planungen füttern über
– Mondflüge, Mondraumstationen, Mondsiedlungen,
– Marsflüge, Marssiedlungen,
– Auswanderung der Menschheit aus der ökologisch zugrundegerichteten Erde zu einem anderen Planeten (Mars?),
– Kaperung von Asteroiden und parken in Mondnähe, um ihre
– Rohstoffe auszuschlachten und zur Erde bringen zu können, sowie
– Bahnänderungen von Asteroiden oder Kometen, die der Erde gefährlich werden könnten, durch Atomkraft.

Die Raumfahrtorganisationen aller Länder haben sich vereinigt und stricken v. Brauns Märchen und Legenden in seinem Buch von 1954 als heute einzige gültige Wirklichkeit weiter.

Wann endete die kurze, glückliche Zeit der Erkenntnisse 1957-1961?

Genau könnte man dies erst durch Studien über die innere Entwicklung des „Nachrichtenmagazins“ und anderer Massenmedien erkennen. Wir greifen nur zwei Artikel des SPIEGEL heraus, an denen eine Entwicklung zu erkennen ist:

DER SPIEGEL, 1962, Nr. 18, v. 2.5., S. 90, 93-94:
„Raumfahrt / USA – Marsch zum Mond“
(http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45140063.html)

DER SPIEGEL, 1965, Nr. 13, v. 24.3., S. 102-108, 112-118:
„US-Mondprojekt – Schuß vom Karussell“
(http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46169895.html)

Die „blau gekachelte Toilette“ in der APOLLO-Kapsel

Der Artikel von 1962 berichtet vom ersten Start einer Saturn-Rakete, die einmal eine Mannschaft zum Mond tragen soll. Die Erfolge der US-Raumfahrt werden aufgezählt, der industrielle Maßstab der Raumfahrt in den USA beschrieben, die „wohnzimmergroße“ APOLLO-Kapsel „mit blaugekachelter Toilette“ vorgestellt, die Überlegenheit der USA und die Unterlegenheit der Sowjetunion betont. Die seit 1957 durch v. Braun bekannten unlösbaren Probleme des Wiedereintritts und der seit 1961 (SPIEGEL-Artikel) bekannten mangelnde Schutz vor der kosmischen Strahlung werden überhaupt nicht erwähnt, auch nicht, wie man diese Probleme inzwischen gelöst haben könnte. Nicht einmal die Worte „Rückkehr“ und „Strahlung“ kommen vor. Der Eindruck ist, daß von unlösbaren Problemen noch nie die Rede war. Die geplante bemannte US-Raumfahrt zum Mond erscheint als plausibel und technisch durchführbar.

Aus dem herumwirbelnden Karussell mit dem Gewehr einen Golfball treffen

Im Artikel von 1965 wird 14 Seiten lang ein Hochglanzprospekt über die NASA, Merkur-Projekt, Gemini-Projekt und das bevorstehende APOLLO-Projekt großartig ausgerollt, anstatt Journalisten sind jetzt Schreibkräfte einer Werbeagentur der NASA an der Arbeit, das Nachrichtenmagazin ist zur Propagandamaschine umfunktioniert worden. Man lese die 14 Seiten über den „Schuß vom Karussel“: gemeint ist mit diesem Titel die Metapher, mit der auf S. 102 beschrieben wird, wie schwer es sei, den Mond genau zu treffen:

„Das Vorhaben gleicht dem Versuch, aus dem Sitz eines schnell herumwirbelnden Kettenkarussells mit einem Gewehr einen in großer Entfernung schräg hochgeworfenen Golfball an einem bestimmten Punkt zu treffen.“ (S. 102)

Der Artikel feiert einerseits schon den Triumph einer Mondlandung der USA, obwohl sie erst noch stattfinden muß, beschreibt aber andererseits die zu überwindenden Probleme recht drastisch und ist insofern viel realistischer als der kleine Artikel von 1962. Er scheint darauf zu bauen, daß je größer jetzt (1965) die Schwierigkeiten ausgemalt werden (das schnelle Herumwirbeln des Schützen, der weit entfernte Golfball), um so größer wird später der Triumph erscheinen, wenn das Unternehmen der Mondlandung mit Menschen erfolgreich über die Bühne geht:

„Und es gilt schließlich, die Mondmannschaft unversehrt zurückzubringen durch das Bombardement tödlicher Weltraumstrahlung und durch das Inferno, das anbricht, wenn die Kapsel mit einer Geschwindigkeit von 11 000 Meter in der Sekunde wieder in die Lufthülle der Erde eintaucht und die Metallhaut sich, rot glühend, auf mehr als zweitausend Celsiusgrade erhitzt.“ (S. 102)

Damit wird der aktuelle Kenntnisstand 1965 referiert: die Van-Allen-Gürtel und die tödliche Strahlung sind entdeckt, für die Rückkehrgeschwindkigkeit wird endlich ein zutreffender Wert genannt, und die Reibungshitze beim Flug durch die Atmosphäre wird jetzt mit über 2000 Grad Celsius immerhin etwas höher als 1957 (mehrere Hundert) angegeben, aber immer noch weit entfernt von den berechneten realistischen 45000 oder 70000 Grad Celsius. Allerdings steht die Frage unbeantwortet im Raum, was eigentlich mit Astronauten im Innern geschieht, wenn ihr Raumschiff eine „rotglühende“ Metallhaut bekommt: wie dick ist die Wandung?

Gefahren drastisch ausgemalt – von den Unmöglichkeiten keine Spur

Während das Raumschiff „mit unfehlbarer Präzision“ zum Mond geflogen wird, was schon die Unfehlbarkeit und Gewißheit des ganzen Unternehmens suggeriert (Insider-Motto: „failure was not an option“), ist die fundamentale Erkenntnis v. Brauns von 1957, daß man nicht weiß, wie die Besatzung mit dem Raumschiff „wieder herunterkommen“ soll, völlig abhandengekommen. Es wird auch keine Entdeckung oder Erkenntnis hierzu seit 1957 genannt, die das Problem des „Re-entry“ real gelöst hätte: das Problem der Unmöglichkeit des „Re-entry“ besteht also weiterhin – kommt im Text des Artikels aber nicht vor. Daher wird auch hier z. B. die eigentlich ganz einfache Berechnung der kinetischen Energie bei der Rückkehr, wie oben erläutert, nicht durchgeführt.

Das Problem der kosmischen Strahlung wird jetzt als „Bombardement tödlicher Weltraumstrahlung“ (S. 102) bezeichnet, aber keine Lösung durch irgendwelche Schutzwände genannt. Damit wird dem Publikum suggeriert, daß man natürlich auch dafür schon längst irgendeine Lösung hat. Darin liegt die Bedeutung des Hochglanzprospekts: in der Suggestion, alles sei positiv geregelt, sonst würde man einen derartigen technischen und organisatorischen Aufwand und Luxus wohl nicht treiben. Die SPIEGEL-Artikel von 1958 („Zu öden Welten“) und 1961 („Tödliche Sonne“) sind 1965 erst 7 und 4 Jahre her und argumentativ nie ausgeräumt worden – und schon nicht-existent, in der Erinnerung der Öffentlichkeit ausgelöscht.

Was ist zwischen 1961 und 1965 geschehen?

DER SPIEGEL zeichnet schon 1962 ein Bild ohne jedes Problembewußtsein und ohne eine Vorstellung von der Problematik. Der Artikel entfernt sich völlig vom sachlichen Niveau der beiden früheren Texte.

DER SPIEGEL 1965 folgt zweifellos ebenfalls den Vorgaben der NASA, zeigt jedoch wieder die Probleme und Gefahren realistisch, teils mit großer Drastik, wie schon im titelgebenden „Schuß vom Karussell“. Er baut eine Dynamik auf zwischen einerseits realen Gefahren und andererseits der Behauptung perfekter Lösungen von „unfehlbarer Präzision“. Er kann die Sicherung vor den Gefahren nur behaupten, nicht glaubwürdig schildern. Er kann die Ungewißheit, ob man aus dem drehenden Karussell mit einem Gewehr den Golfball wirklich treffen wird, nicht ausräumen.

Seit 1962 folgen beide Texte rückhaltlos den Vorgaben der NASA zur Durchsetzung eines gigantischen Betruges über die bemannte Raumfahrt. Das tut DER SPIEGEL bis zum heutigen Tage. Ein Nachrichtenmagazin gibt sein Selbstverständnis und seine redaktionelle Tradition auf und verwandelt sich in eine Propagandamaschine zur Täuschung des Publikums, führt aber weiterhin mit dem Aushängeschild „Nachrichtenmagazin“ die Leserschaft in die Irre: zwei Täuschungen auf einen Schlag! DER SPIEGEL ist ein ehemaliges Nachrichtenmagazin.

Entscheidung für die Täuschung und Methoden ihrer Durchsetzung

Die NASA entcheidet sich, den Mondflug als Täuschung und Betrug zu organisieren, weil er anders nicht zu haben ist, und weil andererseits ein Rücktritt von Kennedys Ankündigung politisch nicht möglich ist. Diese Entscheidung konnte nicht die NASA allein, sondern nur der tiefe Staat der USA treffen.

Ungefähr zeitgleich ereignet sich der für das Land traumatische Präsidentenmord an J. F. Kennedy. Die Welle öffentlicher Zweifel und Kritik an der offiziell verbreiteten Legende wird vom Geheimdienst CIA gebrochen durch eine totale Kontrolle der Massenmedien. Darin sehen Kritiker ein zweites entscheidendes Ereignis, das den Weg in den gigantischen Betrug der bemannten Raumfahrt öffnet: die CIA zeigt die vollständige Beherrschung und Kontrolle der öffentlichen Meinung und damit der Bevölkerung auch bei allen künftigen Verbrechen der Regierung.

Über den Kennedy-Mord, der in Wirklichkeit ein Staatsstreich war, begangen von mehreren Tätern aus politischen Motiven, verbreitet die Regierung der Öffentlichkeit gegenüber die Lüge, es sei die Tat eines Einzelnen aus niedrigen persönlichen Motiven, weil nur so eine öffentliche Untersuchung durch den Kongreß verhindert werden konnte und auch verhindert worden ist. Wenn es die Tat einer Gruppe gewesen wäre, wäre der politische Charakter der Tat offensichtlich und eine Untersuchung nicht zu verhindern gewesen; ebenso hätte ein politisches Motiv eines Einzeltäters eine Untersuchung unvermeidlich gemacht. Die mit Macht über die Medien offiziell durchgesetzte Täuschung der Öffentlichkeit über den Kennedy-Mord hat damit als Vorbild für andere Gelegenheiten gedient: die nächste war die Raumfahrt.

Die CIA hat mit 300 Agenten alle Massenmedien kontrolliert

Ein großer Teil der Öffentlichkeit hat 1963 die Lügen der Regierung nicht geglaubt und massive Kritik geübt. Um die Kritiker zum Schweigen zu bringen, hat 1963 die CIA den Schmähbegriff des „conspiracy theorist“ erfunden, den „Verschwörungstheoretiker“, und die Massenmedien des Landes gezwungen, damit jegliche Kritik zu verleumden. Die CIA selbst hat damals damit geprahlt, mit nur 300 Einflußagenten die Massenmedien zu kontrollieren. In der Situation des „Kalten Krieges“ zwischen Ost und West wurden sämtliche westlichen Länder leicht auf Linie gebracht. Der CIA-Schmähbegriff ist seither bei allen Verbrechen im Namen des Staates zur Abwehr von Kritik eingesetzt worden. Die Vorgänge um den Staatsstreich in den USA und die daraus folgende Zensur der Medien haben seitdem Kritiker und Kritik generell unter Druck gesetzt und bewiesen: die groß angelegte Täuschung der Öffentlichkeit, die niemand für möglich hält, ist machbar und durchsetzbar.

Unmögliches ankündigen, den Fehler nicht eingestehen können

Die für die Raumfahrt entscheidende Entwicklung zwichen 1957/61 und 1965 hat sich aus dem Zusammentreffen von zwei unvereinbaren Prämissen ergeben: einerseits der Erkenntnis der NASA über die Unmöglichkeit einer bemannten Raumfahrt, und andererseits des von J. F. Kennedy in seiner Rede vom 25. Mai 1961 verkündete politischen Zieles der USA, bis zum Ende des Jahrzehnts einen Menschen auf den Mond und zurück zu bringen. Angesichts der politischen Zielsetzung durfte der Wettbewerk zwischen USA und Sowjetunion unter keinen Umständen verloren werden, sodaß die Prämissen zwangsläufig zur Entscheidung für Täuschung und Betrug der Öffentlichkeit geführt haben. Wer Unmögliches ankündigt und diesen Fehler nicht eingestehen will, muß betrügen. Die Entscheidung für den Betrug dürfte wohl 1962 oder 1963 gefallen sein, wenn sie nicht doch schon früher erfolgte.

Mit der Täuschung der Öffentlichkeit und der Geheimhaltung darüber verwandelte sich die NASA in eine Geheimdienstorganisation wie die CIA und bediente sich deren Methoden. Sollten Kritiker das offizielle Märchen von der bemannten Raumfahrt anzweifeln, lagen die CIA-Methoden mit der Kontrolle der Massenmedien und dem Schmähbegriff „Verschwörungstheoretiker“ bereit.

Die Zerstörung unserer Medienfreiheit und der Autonomie der Medien

Der SPIEGEL-Artikel „Schuß vom Karussel“ von 1965 hat sich als weitere interessante Quelle zur Geschichte der Raumfahrt erwiesen. In den wenigen Jahren 1957-61 zuvor hat die Öffentlichkeit einen Blick in die Gefahren und ungelösten Probleme der bemannten Raumfahrt werfen dürfen. Dann wurde das Fenster in den Massenmedien geschlossen und die Öffentlichkeit in die Phantasiewelt des Wernher von Braun von 1954 zurückgeschickt, wo sie seither unter dem Trommelfeuer der Propagandamedien und der Gehirnwäsche durch alle Repräsentanten in Politik, Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft mit sozialem Druck festgehalten wird. Wer Zweifel und Kritik äußert, ist ein böser „Verschwörungstheoretiker“ – und wer möchte das gerne sein?

Die CIA und alle Raumfahrtgeheimdienste NASA, ROSKOSMOS, ESA u.a. sorgen dafür, daß sich an der „ewigen Raumfahrt vorerst nichts ändern wird. Zur Erbauung verweisen sie die Leute höhnisch auf die wunderbaren Verfasssungen und Grundgesetze ihrer Länder, in denen die Freiheiten der Presse und anderer Medien verbürgt werden.

***

B., 27.2.2019

Wie fliegen NASA und Elon Musk in den Orbit um andere Planeten?

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Die Raumfahrt ist voller Orbits: um die Erde und um andere Himmelskörper wie Planeten, Monde, Asteroiden und Kometen. Die Logik dahinter: wenn wir in einen Orbit um die Erde fliegen können, dann fliegen wir auch in Orbits um die anderen Himmelskörper!

Der geniale Elon Musk plant offenbar zahllose Orbits wie am Fließband. Er hat schon „eine Reise verkauft. Der japanische Milliardär Yusaku Maezawa, 42, reich geworden im Onlinehandel, hat eine Mondumrundung gebucht. 2023 will er losfliegen. Für Musk selbst ist der Mond allenfalls ein Zwischenstopp. Mit seiner noch zu bauenden »BFR«-Riesenrakete (»Big Fucking Rocket«) will er 2024 zum Mars. Dort möchte er erst eine Basis, dann eine Kolonie und schließlich eine selbstständige Zivilisation erschaffen.“ (In: „Abenteuerspielplatz All“ – SPIEGEL, Nr. 44, 27.10.2018, S. 114-116.)

Eine Untersuchung von einem selbstdenkenden Laien

Gliederung:
1. Der Flug von der Erde in den Erdorbit
2. Der Flug in den Orbit um einen anderen Planeten
3. Skizze: Anflug einer Raumsonde zum Planeten
4. Keine der 3 Alternativen ermöglicht einen Flug in den Orbit
5. Nur Volltreffer oder Vorbeiflug – kein Orbit!
6. Folgen für die bisherigen Erzählungen von der „Raumfahrt“
7. Altes Paradebeispiel: APOLLO 11 im „Orbit um den Mond“
8. Das „allgemeine Vergessen“ aller Eigenbewegungen
9. Die Literatur und das jüngste Projekt „BepiColombo“

 

1. Der Flug von der Erde in den Erdorbit

Der Orbitflug ist ein dauerndes Spiel der Kräfte: die Gravitation zerrt an der Trägheit der Raumsonde, die geradeaus fliegen will, und zwingt die Sonde auf den Rundkurs. Könnte man die Gravitation plötzlich vollständig ausschalten, würde die Sonde einfach geradeaus weiterfliegen. Wer in einen Orbit fliegen will, muß das Gravitationsfeld des Planeten suchen, darin bleiben und eine Flugebene suchen, die durch den Planetenmittelpunkt geht.

Das entscheidende Merkmal des Orbitfluges ist eine kreisförmige oder elliptische Flugbahn in einer Ebene, die durch das Gravitationszentrum des Planeten geht, das ungefähr mit dem geometrischen Mittelpunkt übereinstimmt. Zur Vereinfachung der weiteren Formulierungen wird immer vom „Planetenmittelpunkt“ gesprochen.

Der Start in einen Orbitflug kann von jedem Punkt der Erde aus erfolgen. Für den Flugkörper unterscheidet die Raumfahrt 2 Typen: die „Raumsonde“ ohne eigenen Antrieb, aber mit der Fähigkeit zu kleineren Richtungskorrekturen, und das „Raumschiff“ mit eigenem Antrieb. Für die Untersuchung der Möglichkeit zum Orbit könnte in bestimmten Situationen die Fähigkeit eines eigenen Antriebs besondere Möglichkeiten bieten. Wir wählen für alle Beispiele zunächst eine Raumsonde, die in einen Orbit fliegen soll.

Eine Rakete wird senkrecht gestartet, und in einer bestimmten Höhe löst sich die Raumsonde von der Rakete. Solange die Raumsonde senkrecht nach oben fliegt, kann sie die Ebene des Orbits noch wählen. Wenn die Sonde von der Senkrechten nach einer Seite ablenkt, ist die Entscheidung für eine Orbitebene getroffen. Durch die Ablenkung in eine Flugebene kann die Gravitationskraft (Schwerkraft) die Sonde allmählich in eine bestimmte horizontale Flugbahn ziehen, den Erdorbit.

Ob die Raumsonde einen Orbitkurs erreicht oder wieder zur Erde zurückfällt, hängt von ihrer Geschwindigkeit ab. Jeder Flugkörper auf einer gekrümmten oder gerundeten Flugbahn entwickelt eine Beschleunigung, die der Gravitationskraft (Erdbeschleunigung) entgegenwirkt und die Raumsonde auf ihrem Orbitkurs hält. Für jeden Himmelskörper und seine charakteristische Gravitationskraft gibt es eine spezifische „erste kosmische“ Geschwindigkeit, bei der die Beschleunigung des Flugkörpers nach außen und die Erdbeschleunigung nach innen gleich groß sind: das ist die Bedingung des Orbitfluges. Für die Erde liegt diese Geschwindigkeit ganz grob bei 8000 m/sec.

Unabhängig davon, in welche Flugebene eine Raumsonde aus der Senkrechten zur Seite abbiegt, sie wird immer von der Gravitation gesteuert und deshalb immer in einer Ebene fliegen, die den Planetenmittelpunkt schneidet, und bei hinreichend großer Geschwindigkeit wird sie einen Erdorbit erreichen. Wenn sie die erste kosmische Geschwindgkeit nicht erreicht, wird sie zur Erde zurückfallen.

2. Der Flug in den Orbit um einen anderen Planeten

Der Flug der Raumsonde bis in die Nähe des anderen Planeten wird als erfolgreich vorausgesetzt. Für die Annäherung der Raumsonde an den Planeten bestehen nun völlig andere Bedingungen als beim Flug in den Erdorbit:

1. Alle Himmelskörper bewegen sich in Bezug auf andere Himmelskörper.
2. Der Planet bewegt sich auf seiner Flugbahn mit einer bestimmten Geschwindigkeit.
3. Die Raumsonde fliegt mit ihrer Geschwindigkeit auf den Planeten zu.
4. Der Ort, an dem sich der Kurs der Sonde mit der Planetenbahn schneidet, wird im folgenden als Kreuzungspunkt bezeichnet.
5. Um in einen Orbit um den Planeten zu gelangen, sollte die Sonde, um sich dem Planeten möglichst zu nähern, genau zu dem Zeitpunkt durch den Kreuzungspunkt fliegen (über oder unter dem Planeten), wenn auch der Planet durch den Kreuzungspunkt fliegt.
6. Wenn das Zusammentreffen nach (5) erreicht ist, kann die Raumsonde ihren Kurs in eine kreisförmige Umlaufbahn um den Planeten ändern, deren Ebene durch den Planetenmittelpunkt geht.
7. Während die Raumsonde zur Kurve in den erstrebten Orbit ansetzt, bewegt sich der Planet aber auf seiner Bahn weiter und mit ihm der Planetenmittelpunkt; dadurch dreht sich die Lage der angestrebten Flugebene durch den Planetenmittelpunkt zur Seite, während die Raumsonde ihre Hauptflugrichtung fortsetzen muß. Damit verläßt die Raumsonde die angestrebte Flugebene. Außerdem wird durch die zunehmende Entfernung des Planeten von der Sonde seine Gravitationswirkung auf die Sonde ständig schwächer als im Kreuzungspunkt.
8. Die Bewegung des Planeten hat für die Raumsonde zwei gravierende Wirkungen: sie ändert die Lage der angestrebten Flugebene und die schwächt die Gravitationskraft des Planeten auf die Raumsonde. Die antriebslose Raumsonde kann die sich ständig ändernde Ebene nicht ansteuern und fliegt am Planeten vorbei in den Weltraum. Durch die seitliche Drift des Planeten erhält die Gravitation des Planeten also nicht die erforderliche Zeit und Kraft, um die Raumsonde in eine Umlaufbahn um den Planeten abzulenken.
9. Das Raumschiff könnte sich in verschiedenen Winkeln auf den Planeten zubewegen: von der Seite, von vorn und von hinten.
10. Beim Anflug direkt von vorn würden sich die beiden Flugkörper – Planet und Raumsonde – durch ihre entgengesetzten Flugrichtungen nach dem Zusammentreffen im Kreuzungspunkt noch schneller voneinander entfernen. [Alternative 1]
11. Bei Anflug von der Seite würden sich die beiden Flugkörper nach dem Zusammentreffen in verschiedenen Richtungen voneinander entfernen. [Alternative 2]
12. Beim Anflug der Raumsonde genau auf der Flugbahn des Planeten von hinten an den Planeten bestünde immerhin eine Aussicht auf Einfliegen in einen Orbit. Die Flugbahn der Sonde liegt dann in einer Ebene durch den Planetenmittelpunkt. Hierzu aber müßte die Raumsonde Flugmanöver durchführen, für die der Sonde definitionsgemäß die Voraussetzungen fehlen: sie hat keinen eigenen Antrieb und keine Bremsung. Deshalb wählen wir zur weiteren Betrachtung dieser Anflugvariante ein Raumschiff. Es müßte in der Lage sein, zu bremsen (wenn es schneller ist als der Planet) und zu beschleunigen, wenn es den Planeten einholen will, und dann wieder zu bremsen, um dem Planeten nicht (über oder unter ihm) davonzufliegen. Raumschiffe mit zwei Raketenmotoren zum Beschleunigen und zum Abbremsen und der dazu erforderlichen Treibstoffreserve sind jedoch bisher in NASA-Projekten nicht eingesetzt worden. Bisher geplante Raumschiffe würden diese Anflugvariante also nicht nutzen können. [Alternative 3]

3.   Skizze: Anflug einer Raumsonde zum Planeten

Zur Illustration der Situation beim Eintreffen von Raumsonde und Planet am Kreuzungspunkt und danach dient die folgende Skizze. Es werden zwei Varianten des Anflugs dargestellt: (1) von der Seite; (2) von hinten auf demselben Kurs wie der Planet. Bei Anflug von hinten gibt es keinen Kreuzungspunkt der Flugbahnen, sondern das Eintreffen des Raumschiffs über dem Planetenmittelpunkt. Nach Erreichen dieser Position könnte das Raumschiff eine Kurve in die angestrebte Orbitebene einleiten.

Die Geschwindigkeiten der seitlichen Drift des Planeten

Zur IIlustration der seitlichen Drift sollen im folgenden für fünf Himmelskörper:
Merkur – Venus – Erdmond – Erde – Mars
die Zeiten berechnet werden, innerhalb derer der Himmelskörper sich um ein Viertel seines Durchmessers von dem Kreuzungspunkt wegbewegt. Dazu werden folgende Daten benötigt:
(1) Geschwindigkeit des Planeten/Erdmond auf seiner Bahn in Meter pro Sekunde;
(2) Durchmesser des Planeten/Erdmond in km;
(3) Berechnung eines Viertels des Durchmessers in km;
(4) Berechnung der Zeit für die Weiterbewegung um ein Viertel des Durchmessers.
Die Daten werden den einschlägigen Wikipedia-Artikeln entnommen.

Merkur
(1) 47360 m/sec – (2) 4.879 km – (3) 1219 km
(4) 1219000 m : 47360 = 25,7 sec. = 0,428 Minuten

Venus
(1) 35020 m/sec – (2) 12.103 km – (3) 3025 km
(4) 3025000 m : 35020 m = 86,3 sec. = 1,43 Minuten

Erdmond
(1) 1023 m/sec – (2) 3476 km – (3) 869 km
(4) 869000 m : 1023 m = 849 sec. = 14,15 Minuten

Erde
(1) 29780 m/sec – (2) 12.756 km – (3) 3189 km
(4) 3189000 m : 29780 m = 107 sec. = 1,78 Minuten

Mars
(1) 24130 m/sec – (2) 6.792 km – (3) 1698 km
(4) 1698000 m : 24130 m = 70 sec. = 1,16 Minuten

Wenn ein Planet sich um ein Viertel seines Durchmessers weiterbewegt hat, verläuft die Flugrichtung der Raumsonde schon sehr deutlich nicht mehr in einer Ebene, die durch den Planetenmittelpunkt geht. Die errechneten Zeiten demonstrieren, wie schnell dieser Zustand erreicht wird. Da dieses Abdriften des Planeten zur Seite mit demselben Tempo unbegrenzt weitergeht, besteht für eine Raumsonde (ohne Antrieb) keine Aussicht, das angestrebte Ziel einer Flugbahn in einer Ebene durch den Planetenmitttelpunkt zu erreichen.

Einflug einer Raumsonde in den Orbit

Die Folgen des wandernden Planetenmittelpunkts

Für eine erfolgreiche Gewinnung des Planetenorbits durch die Raumsonde müßten mindestens die folgenden 3 Voraussetzungen erfüllt sein, die jedoch durch die Drift des Planeten verhindert werden.

(1) Ein Orbit kann nur durch eine andauernde konstante Wirkung der Gravitation auf die Raumsonde zustandekommen und aufrechterhalten werden. Ohne die ständige konstante Gravitationswirkung gäbe es auch für die Erde keinen Orbit. Die ständige Gravitationswirkung muß der ständig konstanten Beschleunigung der Sonde auf ihrem Rundkurs entgegenwirken. Verringert sich diese Gravitationswirkung auf die Sonde, dann wird die Sonde die geplante Orbitbahn verlassen. (Um Mißverständnissen vorzubeugen, soll klargestellt werden, daß es sich bei der Beschleunigung der Sonde auf ihrem Rundflug nicht um eine Erhöhung ihrer Bahngeschwindigkeit handelt, sondern die ständige Ablenkung der Sonde aus ihrer durch die Trägheit geradeaus gerichteten Bewegung in eine Kurve stellt schon eine Beschleunigung dar.) Durch die Drift des Planeten wird die auf die Sonde wirkende Gravitationsbeschleunigung sinken, und schon eine ständige Veränderung der Gravitationskraft würde einen Orbit der Sonde nicht zustandekommen lassen.

(2) Die Flugplaner müssen vor dem Start der Raumsonde einen Orbit in bestimmter Höhe mit einer bestimmten Geschwindigkeit der Raumsonde als Ziel definieren und ansteuern. Beide Parameter verändern sich durch die Drift des Planeten stetig, während die Flugdaten der Sonde nachträglich nicht verändert werden können.

(3) Für den Einflug der Raumsonde in einen Orbit muß ein bestimmter Einflugwinkel in bestimmten Grenzen eingehalten werden; ist die Flugrichtung zu stark zum Planeten geneigt, wird die Sonde auf dem Planeten aufschlagen; ist die Flugrichtung zu stark nach außen gerichtet, wird die Sonde am Planeten vorbei in den Weltraum fliegen. Die behauptete erfolgreiche Einhaltung dieses Einflugwinkels ist von den bisherigen Planern der „bemannten“ wie der unbemannten Raumfahrt nie nachgewiesen, ja nicht einmal als Möglichkeit demonstriert worden. Stets vermelden die Raumfahrtbehörden nur, ihr Flugkörper sei „in eine Umlaufbahn“ eingeschwenkt. Die Einhaltung eines von der Planung definierten Einflugwinkels wird durch eine Drift des Planeten unmöglich gemacht.

Dem Publikum ist durch die bisherige Propaganda für eine „Raumfahrt“ (bemannt wie unbemannt) wahrscheinlich suggeriert worden, eine Raumsonde müsse nur irgendwie in die Nähe eines Planeten fliegen, und schon werde sie vom Planeten eingefangen und in einer „Umlaufbahn“ festgehalten. Natürlich hat das in dieser Plattheit wohl niemand öffentlich erzählt – aber alle Protagonisten tun so als ob! Über die wahre Problematik wird die Öffentlichkeit jedenfalls nicht unterrichtet. Diese schöne Aufgabe bleibt uns Laien überlassen, weil wir in keine Sauereien der Branche verwickelt sind und keine zusätzlichen Repressionen zu fürchten haben.

4. Keine der 3 Alternativen ermöglicht einen Flug in den Orbit

Die bisherigen Erkenntnisse sind bitter für alle Planer von Orbitflügen um andere Himmelskörper:

– Bei Alternative 1 (Anflug von der Seite) und Alternative 2 (Anflug von vorn) an den Planeten bewegt sich der Planet ständig weiter und die Raumsonde könnte nicht in eine Flugebene durch den Planetenmittelpunkt eintreten. Der Grund liegt darin, daß die Raumsonde nur eine Flugrichtung hat, der Planetenmittelpunkt mit seiner Einflugebene aber ständig zur Seite entschwindet und damit ebenso ständig die Lage dieser angestrebten Ebene verändert.

– Die Alternative 3 (Anflug von hinten) an den Planeten könnte nur einem Raumschiff prinzipiell den Einflug in eine Ebene bieten, die durch den Planetenmittelpunkt geht, würde aber die Fähigkeit zum Beschleunigen und Abbremsen und eine entsprechende Treibstoffreserve erfordern: Raumschiffe mit nach vorn zum Abbremsen gerichteten Motoren sind von der NASA bisher anscheinend nicht „geplant“ worden. Die bisherigen Raumschiffe hätten also die einzige Konstellation zu einem Flug in eine Flugebene durch den Planetenmittelpunkt mangels technischer Ausstattung nicht nutzen können. Für antriebslos fliegende Raumsonden stellt diese Alternative ohnehin keine Möglichkeit dar.

5. Nur Volltreffer oder Vorbeiflug – kein Orbit!

Der Orbit-Flug ist ein sehr spezieller Fall – Flug in eine Ebene, die durch den Planetenmittelpunkt geht – und die Navigation von außen in einen Orbit um einen Planeten ist nicht trivial. Ursache sind die Bewegungen aller Himmelskörper.

Statt eines Orbit könnte eine Raumsonde beim Vorbeiflug am Planeten nur eine relativ kurzzeitige und daher begrenzte Ablenkung in Richtung auf den Planetenmittelpunkt erhalten. Danach würde sie ihren Flug in den Weltraum fortsetzen. Wie stark die Ablenkung und ihre Ausrichtung ausfällt, hängt ab von der Position der Sonde beim Einflug, von der Entfernung der Raumsonde vom Planeten, von der Geschwindigkeit der Sonde und von der Stärke des Gravitationsfeldes des Planeten.

Nur für ein mit Antrieb ausgestattetes Raumschiff ergäbe sich die Möglichkeit, dem nach der Seite entweichenden Planeten hinterherzufliegen: damit könnte das Raumschiff auf die Alternative 3 zusteuern, mit den dafür genannten Bedingungen: zwei Raketenmotore zum Antrieb und zum Bremsen und einen Treibstoffvorrat.

Beim Flug zu einem Planeten hat die Raumsonde also nur genau zwei Alternativen: entweder sie trifft auf den Planeten (ungebremst oder gebremst) auf oder sie fliegt vorbei. Die Raumsonde kann keinen Orbit erreichen. Der Orbit bleibt auch für ein von außen kommendes Raumschiff in der bisher üblichen Konstruktion ein unerreichbares Ziel.

6. Erkenntnisse zu den bisherigen Erzählungen von der „Raumfahrt“

Alle angeblichen Raumflüge, sogenannte „Mischns“ oder „Missionen“, die die Erreichung eines Orbits um einen Planeten oder Mond behaupten, könnten überhaupt nur stattgefunden haben, wenn
(1) ein voll manövrierfähiges Raumschiff eingesetzt wird,
(2) der Anflug an den Planeten von hinten erfolgt ist,
(3) das Raumschiff genau den Kurs und dieselbe Geschwindigkeit wie der Planet angenommen hat,
(4) das Raumschiff sich genau über dem Planetenmittelpunkt befunden hat,
(5) das Raumschiff sich genau in der Höhe über dem Planeten befunden hat, in der der angestrebte Orbit liegen soll, und
(6) das Raumschiff zum richtigen Zeitpunkt die Kurve in den angestrebten Orbit eingeschlagen und seine Flugbahn in der Ebene eingehalten hat, die durch den Planetenmittelpunkt geht.

Von einem Raumflugprojekt, das diese 6 Kriterien erfüllt hat, ist bisher nicht berichtet worden.

Die bisher behaupteten erfolgreichen NASA-Flüge in den Orbit anderer Himmelskörper müßten auf die Modalitäten des Anflugs auf die Zielkörper geprüft werden. So werden alle angeblichen Raumflüge von Raumsonden allein schon durch das Fehlen von Raketenmotoren und Treibstoffreserven zum Beschleunigen und Abbremsen für die einzige reale Möglichkeit (Anflug von hinten) als Phantasieerzählungen erwiesen.

Dasselbe gilt für Behauptungen von Orbits um Asteroiden und Kometen. Diese Zielobjekte können wegen ihrer geringen Größe oder ihrer großen Entfernung von der Erde zusätzliche Probleme für die Gewinnung der korrekten Flugdaten bereiten. Die geringe Masse eines Himmelskörpers bedeutet eine geringe Gravitation, so daß seine geringe Gravitation eventuell gar nicht in der Lage ist, ein Raumschiff oder eine kleinere Raumsonde auf eine Umlaufbahn in der Nähe des Himmelskörpers zu ziehen und zu halten.

Ein großer Teil der angeblichen Raumflüge mit Orbits um andere Planeten, Monde oder sonstige kleinere Himmelskörpers erweist sich nach den obigen Erkenntnissen als reine Phantasie und Schwindelei.

Der Nachweis, daß ein Orbit um einen Planeten oder Mond von außerhalb praktisch gar nicht zu erreichen ist, liefert einen weiteren Beweis gegen die bemannte und die unbemannte Raumfahrt. Seine große Bedeutung für die bemannte Raumfahrt liegt darin, daß er nach den grundlegenden Beweisen des unmöglichen Re-entrys (Thema Energie) und des fehlenden Schutzes vor der kosmischen Strahlung (Thema Strahlung) als ein dritter fundamentaler Beweis (Thema Navigation) unabhängig von den anderen Beweisen erbracht worden ist; er ist sachlich unabhängig und selbständig und schon allein ein k.o.-Beweis gegen alle Raumflüge, die einen Orbit um einen fremden Himmelskörper behaupten und nicht nachweisen können, daß sie die einzige reale Möglichkeit (Anflug von hinten) haben nutzen können.

7. Altes Paradebeispiel: APOLLO 11 im „Orbit um den Mond“

Die „Wunder der bemannten Raumfahrt“ waren der angebliche Flug zum Mond mit Orbit um den Mond herum, Landung auf dem Mond, Rückstart vom Mond zum Command Module im Orbit, Start zum Rückflug des Command Modules aus dem Mondorbit, Rückflug zur Erde, Landeanflug direkt aus dem Raumflug ohne Erdorbit, Landung im Pazifik bei Präsident Nixon. Navigatorische Höhepunkte wäre das zweimalige Passieren des Neutralpunkts zwischen Erde und Mond gewesen, der sich ständig fast so schnell wie der Mond bewegt.

Nach unseren Erkenntnissen kann es den ganzen APOLLO 11-Flug und damit einen Orbit um den Mond bereits wegen verschiedener anderer Beweise gar nicht gegeben haben. Einen zusätzlichen Beweis liefert nun unsere vorliegende Untersuchung angesichts der NASA-Behauptung, daß APOLLO 11 den Neutralpunkt zwischen Erde und Mond hätte passieren müssen und daher von der Seite, annähernd senkrecht, auf den Mond zugeflogen wäre: dieser Anflug hätte keinen Orbit um den Mond erreichen können. Damit liegt ein weiteres k.o.-Argument gegen dieses „Wunder der bemannten Raumfahrt“ vor.

8. Das „allgemeine Vergessen“ aller Eigenbewegungen

Warum hat die Öffentlichkeit die einfache Tatsache der Eigenbewegungen aller Himmelskörper vergessen? Natürlich ist dieses merkwürdige „Vergessen“ nicht von ungefähr eingetreten. Die Raumfahrtbehörden mit ihrer geballten Intelligenz, allen voran die NASA, wissen natürlich von Anfang an Bescheid und haben sich entschlossen, in Wahrung ihrer Interessen niemandes Aufmerksamkeit auf die platte Tatsache der Eigenbewegungen aller Himmelskörper zu richten. Denn Eigenbewegungen aller Himmelskörper verkomplizieren natürlich alle „Raumfahrtprojekte“ – bemannte wie unbemannte – und machen einige sogar unmöglich. Außerdem könnten sie unangenehme Fragen provozieren.

Die Raumfahrtbehörden haben es natürlich nicht verbieten können, aber sie haben durch die totale Kontrolle aller Massenmedien jegliche Informationen hierzu und damit auch alle Erinnerungen verhindern können. Damit ist angesichts der Abhängigkeit der Öffentlichkeit von der „veröffentlichten Meinung“ diese Information in Vergessenheit geraten. Es ist ungefähr so, als ob man die Kinder in der Schule das Kleine Einmaleins „vergessen“ läßt. Als Folge dieses allgemeinen Vergessens kann die NASA die Orbitflüge ihrer Flugkörper um andere Planeten so einfach entstehen lassen, als ob der liebe Gott für eine Weile den Planeten angehalten hätte, damit die Raumsonde in aller Ruhe ihren Anflug in eine Kurve umlenkt und Zeit genug hat, durch die Anziehung im Gravitationsfeld des Planeten den angestrebten Orbitkurs zu erreichen – wenn der Orbit dann etabliert war, hätte der liebe Gott den Planeten mit der Sonde wieder auf seiner Bahn weiterfliegen lassen können.

Auf derartige angebliche „Einflüge in den Orbit“ sind dann oft angebliche „Landungen“ auf den umflogenen Himmelskörpern gefolgt. Die Landungen brachten angeblich oft spezielle Fahrzeuge, sogenannte „Rover“ auf die Himmelskörper, wo sie die Umgebungen ihrer Landeplätze und Blicke in die weitere Landschaft „fotografierten“ und die Fotos an die Erde übermittelten, oft auch über „Stationen“ in den Orbits. Alle diese „Weiterungen“ der Orbit-Technologie muß man nun im Hinblick auf die Realität der Orbits betrachten. Sicherlich der größte Teil der Projekte der unbemannten Raumfahrt zu anderen Himmelskörpern ist mit dem Topos „Orbit“ verknüpft und daher auf die Bedingungen seiner navigatorischen Möglichkeit zu überprüfen.

9. Die Literatur und das jüngste Projekt „BepiColombo“

Allgemein übliche Quellen zur Raumfahrt sind die Artikel der Wikipedia, die völlig von der NASA kontrolliert sind und daher nur NASA-Informationen verbreiten. Irgendwelche Kritik der offiziellen NASA-Legenden findet dort nicht statt. Die Wikipedia-Welt ist folglich bevölkert von den Personen und Ereignissen der gesamten angeblich bemannten Raumfahrt, die die Kritiker bereits als Märchen und reine Phantasieprodukte erwiesen haben. Da eine Mehrheit von ca. 75 Prozent der Bevölkerung an die NASA-Märchen von der bemannten Raumfahrt glauben, haben die Wikipedia-Artikel eine große Akzeptanz beim Publikum und sind hier kurz zu besprechen. Als relevant für die Frage des Orbits haben wir drei Artikel der deutschsprachigen Version gefunden und durchgesehen:

Orbit – Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Orbit
„Dies ist eine Begriffsklärungsseite zur Unterscheidung mehrerer mit demselben Wort
bezeichneter Begriffe.“

Satellit (Raumfahrt) – Wikipedia
(https://de.wikipedia.org/wiki/Satellit_(Raumfahrt))
Enthält eine Liste aller von der Erde gestarteten Satelliten um die Erde, 1957-2018.
„Die Bahnebenen der Erdsatelliten gehen durch den Erdmittelpunkt und sind näherungsweise raumfest, also gegenüber den Fixsternen unverändert, während die Erde darunter rotiert.“
Definiert eingangs den Satelliten prinzipiell, behandelt im folgenden aber nur Erdsatelliten. Der Flug in einen Orbit um einen anderen Himmelskörper wird nicht behandelt.

Satellitenorbit – Wikipedia
(https://de.wikipedia.org/wiki/Satellitenorbit)
„Ein Satellitenorbit (lateinisch orbita ‚das Geleis‘) ist die Umlaufbahn eines Satelliten um einen Zentralkörper (Sonne, Planet, Mond usw.). Dieser Artikel befasst sich mit Satelliten in einer Erdumlaufbahn und deren Flughöhe.“ Der Flug in einen Orbit um einen anderen Himmelskörper wird nicht behandelt.

Damit ist belegt, daß es keine offizielle NASA-Information über die Frage gibt, wie man in den Orbit um einen anderen Planeten fliegt. Wir haben auch sonst keine Informationen dazu gefunden. Es werden immer nur Flüge in den Orbit um die Erde behandelt. Anscheinend will man damit beim Publikum die Vorstellung wecken, Flüge in einen Orbit um einen anderen Himmelskörper seien genau so trivial und einfach zu haben wie Erdorbits. „Beweise“ sind für das Publikum die Nachrichten von den vielen unbemannten und wenigen bemannten Raumflügen, die angeblich in Orbits um andere Himmelskörper geflogen sind und immer noch fliegen. Jüngstes Beispiel ist der ESA-Satellit „BepiColombo“ zum Planeten Merkur: am 5.12.2025 soll er am Ziel sein, und – wie es in dem Wikipedia-Artikel kurz und bündig heißt – dann erfolgt sein

„Einschwenken in eine Umlaufbahn um den Merkur“
Quelle: Wikipedia: „BepiColombo“
(https://de.wikipedia.org/wiki/BepiColombo)

NASA und ESA sind genau so schlau wie wir Laien

Jeder halbwegs kritische Zeitgenosse kann die hier präsentierten Untersuchungsergebnisse selbst herausfinden. NASA und ESA sind natürlich genau so schlau wie wir. Da es nach unseren Untersuchungen z. B. das angekündigte

„Einschwenken in eine Umlaufbahn um den Merkur“

auch für „BepiColombo“ nicht geben kann, wird niemand dieses Projekt real planen und durchführen. Da es nicht geht, wird es niemand machen, auch die ESA nicht. Es handelt sich wieder um ein frei erfundenes Phantasie-Projekt der unbemannten Raumfahrt, die natürlich genau so weitergehen muß wie die bemannte. Ein plötzlicher Stopp dieses Betrugs wäre geradezu Verrat, würde die Öffentlichkeit verwirren. Deshalb wird jedes weitere Projekt auch mit zusätzlichen Leistungen ausgestattet oder in größere Entfernungen gehen, um Interesse zu wecken: bei „BepiColombo“ sind es 9 „Swing-by“s an der Erde, an der Venus und am Merkur selbst! Und man wird einen Ionenantrieb verwenden. Das ist natürlich teuerste Technik!

Erst bezahlen, dann schlucken und schließlich bejubeln!

Die Ausstattung mit Apparaten und Meßgeräten kann aber aus Attrappen für die Presse-Fotos bestehen, für den Raketenstart genügt ein altes Archivfoto: niemand im Publikum erkennt, wann das Foto gemacht wurde. Die hohen Geldbeträge aus den Steuermitteln – 1,3 Milliarden EUR – für Rakete, Raumsonde und die technisch-wissenschaftliche Ausstattung mit Apparaturen sowie für die Kontrollstellen zur „Betreuung“ mit ihren „Direktorenstellen“ und „wissenschaftlichem“ Personal während der 7 Jahre dauernden „Mischn“ kann man sich sparen, sie werden gar nicht für „BepiColombo“ ausgegeben und können daher in dunkle Kanäle fließen, wo man schon eine viel bessere Verwendung für sie haben wird. Eine unaufgeklärte Öffentlichkeit ist dazu verurteilt, diesen Nonsense aus ihren Steuern zu bezahlen, über die Massenmedien zu schlucken und in den Online-Foren auch noch zu bejubeln.

Die Quellen für die Kosten:
SPIEGEL ONLINE, 19.10.18: Europäische Sonde fliegt zum Merkur
(http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/merkur-europaeische-sonde-bepicolombo-fliegt-zu-planeten-a-1234034.html)
„Die Vorbereitungen der rund 1,3 Milliarden Euro teuren Mission haben fast 20 Jahre gebraucht.“
Wikipedia „BepiColombo“ gibt andere Zahlen an: „Das Auftragsvolumen beträgt 350,9 Millionen Euro. Die Gesamtkosten inklusive Start und Betrieb bis 2020 werden auf 665 Millionen Euro geschätzt.[11]“ Die weiteren Jahre bis 2025 sind hier noch nicht einbezogen.

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Nun sind alle Fachleute eingeladen, diese Untersuchung eines selbstdenkenden Laien zu beurteilen. Wir möchten gern dazulernen und noch schlauer werden und werden gegebenenfalls berichten.

B., 29. Oktober 2018